Prädikanten und Prädikantinnen

Prädikanten und Prädikantinnen in unserer Gemeinde

Sie können sich darunter niemand vorstellen? Nun, früher hat man sie Predigthelfer/ Predigthelferin genannt. Das war auch kein guter Name, denn sie helfen keineswegs dem Pfarrer bei seiner Predigt!
Also, eine Prädikant/in ist ein Mensch aus der Gemeinde mit einem ganz normalen bürgerlichen Beruf, Beamter, Ärztin, Angestellte, Mutter von mehreren Kindern oder Rentnerin. Das Presbyterium fordert ein Gemeindemitglied, das für geeignet gehalten wird, auf, neben oder nach seinem Beruf eine zwei-jährige theologische Ausbildung zu absolvieren, die die Landeskirche anbietet. Die Ausbildung besteht aus mehreren Kursen (über je eine Woche) in Theorie und daneben in praktischen Unterweisungen durch einen Orts-Pfarrer.

Nach dem Abschluss wird die Prädikantin ordiniert. Wie jeder Pfarrer. Zu den theologischen Kennzeichen der Ordination gehören die Berufung und Bevollmächtigung durch den Herrn der Kirche selbst und ihr Versprechen zur Treue gegenüber dem Wort Gottes und dem Bekenntnis der Kirche. Kurz gesagt, die Gemeinde überträgt einem Gemeindemitglied - nach Ausbildung und Ordination - den Auftrag zur öffentlichen Verkündigung des Evangeliums. Und zur Verwaltung der Sakramente. Ein/e Prädikant/in darf also predigen und Gottesdienste leiten, das Abendmahl austeilen, darf taufen, trauen und beerdigen.
Wie oft das geschieht, hängt vom „Bedarf“ in der Gemeinde ab. Ein/e Prädikant/in tut diesen Dienst ehrenamtlich, also ohne jede Bezahlung. Er oder Sie trägt aber die gleiche Amtstracht wie ein Pfarrer, den Talar. Die Ev. Kirche im Rheinland sieht im Dienst der Prädikanten eine Bereicherung der Gemeinde, weil sie ihre Lebens- und Berufserfahrung mit in die Predigt einbringen.

In unserer Gemeinde predigen als Prädikanten: Susanne Hartenstein (seit 1999), Dr. Ute Umbach (seit 2006) und Heinrich Fleischer.

Heilandkirche zu Bonn - Mehlem
Domhofstraße 49