Nächster Termin

Gottesdienst
So, 12. 02. 2012
10.00 Uhr
Heilandkirche


Arbeitskreis Christen und Bioethik
Mo, 13. 02. 2012
19.15 Uhr
Thomaskapelle, Kennedyallee 113


Tanzen Sie mit
Mi, 15. 02. 2012
20.00 Uhr
Gemeindehaus


Basar

Den Basar der Ev. Heiland-Kirchengemeinde, der meist Anfang November an einem Sonntag stattfindet, gibt es schon seit über 20 Jahren.

Es begann mit dem Handarbeitskreis der Gemeinde, der seine Erzeugnisse für einen guten Zweck verkaufte. Wenige Jahre später gesellte sich eine weitere Gemeindegruppe dazu: der Töpferkreis. Der bereicherte das Angebot mit handfester Keramik aus eigener Herstellung: kunstvolle Figuren in allen Größen, aber auch Schalen und Gefäße (z.B. Blumenvasen), Nützliches und Dekoratives.

Der Basar wuchs und wuchs. Im Angebot sind inzwischen Marmeladen und Gelees nach Großmutters Rezepten. Gebäck und Konfekt, Königsberger Marzipan appetitlich in durchsichtige Tüten verpackt. Fix und fertig zum Verschenken. Man kann es aber auch selbst verspeisen. Es schmeckt.

Es gibt mit weihnachtlichen Motiven verzierte dicke Kerzen, hinreißende Fotokarten, manchmal Aquarelle, eine Weintombola, Flohmarktartikel für den Haushalt, Secondhand Ledertaschen und Kinderspielzeug. Im letzten Jahr kam eine neue Idee auf: Das Angebot von Schmuck. Gespendet und neuaufbereitet zum Verkauf. Welche Frau kann einer neuen Ketten widerstehen? Oder einem Ring mit einem schönen edlen Stein zu kleinen Preisen? In den Räumen der Bücherei kann man Lesestoff erwerben und Kunstbücher. Hunderte von gespendeten Büchern liegen schön sortiert nach Themen für die nächsten Besitzer parat. Preiswert - das versteht sich.





Der Basar hat viel von einem Gemeindefest. Dort trifft man sich nach dem Gottesdienst und trinkt Kaffee, hat einen kleinen Plausch mit dem Pfarrer, läßt vielleicht die eigene Küche kalt und löffelt gemeinsam einen Teller Suppe oder ißt Würstchen mit Kartoffelsalat, manchmal gibt es sogar echte Königsberger Klopse! Später am Nachmittag findet die Tortenschlacht statt. Es ist bewundernswert, was für herrliche Kuchen unsere Gemeindemitglieder backen können und dann trennen sie sich auch noch davon - für einen guten Zweck. Alles, was verkauft wird, kommt aus der Gemeinde, ist selbst hergestellt und wird gestiftet.

Das Gemeindehaus wimmelt von Menschen, alte Kontakt werden aufgefrischt und neue geknüpft. Man sieht die Gemeinde mal nicht von der nur frommen Seite, sondern man kann unverbindlich einen Blick auf ihre Talente werfen und sich ganz nebenbei mit Weihnachtsgeschenken oder kleinen Mitbringseln eindecken. Man könnte sich im nächsten Jahr sogar einklinken. Schneiderbegabte Frauen werden noch gesucht!





Schnöde Geldgier ist keineswegs der Grund für den großen organisatorischen Aufwand. Zu jeder Gemeinde gehört, auch über den eigenen Tellerrand zu gucken und die Nöte anderer Menschen wahrzunehmen. Deshalb geht der Erlös des Basars (das sind bis zu 6000 Euro, Tendenz steigend) an verschiedene förderungswürdige Projekte. Wir haben die Kindernothilfe in Duisburg, die Heilung bosnischer Kinder in Deutschland, ein Kinderheim in Rumänien, die Müllkinder in Kairo, die Königsberger Straßenkinder im Laufe der Jahre unterstützt, mehrfach das Frauenhaus in Bonn oder ein bolivianisches Krankenhaus gefördert.

Neuerdings geht meist die Hälfte des Erlöses - wegen der akuten Geldknappheit - an die eigene Gemeinde: für einen neuen Bus, für die Jugendarbeit der Heilandkirche oder für diakonische Aufgaben.

Jedes Gemeindemitglied kann einen Basarzweck vorschlagen. Darüber wird diskutiert und dann im Presbyterium abgestimmt.

Der Basar ist eine äußerst lebendige Veranstaltung, jedes Jahr werden andere Dinge geboten. Es kommt darauf an, wer spendet und wer welche Talente miteinbringt. Auf jeden Fall ist es eine Bewegung von der Basis, und darauf sind wir stolz.

Haben Sie Lust einmal mitzumachen?

Susanne Hartenstein

Heilandkirche zu Bonn - Mehlem
Domhofstraße 49